Geschichte des FKV
Die theoretische Auseinandersetzung mit den Themen Gewalt gegen Frauen und deren Vermeidung
beschäftigte die Frauenaktion Dortmund (FAD) im Jahr 1978. Sie richteten ihr Augenmerk auf
die traditionellen Kampfsportarten und wurden auf Elisabeth Bork, mehrfache deutsche Meisterin
und Vize-Europameisterin im Shotokan-Karate, aufmerksam.
Elisabeth Bork war schnell bereit ein spezielles Training zu konzipieren und anzubieten.
Das Training basierte auf dem traditionellen Karate mit Schwerpunkt auf Selbstverteidigung und
Selbstbehauptung.
Zunächst traf man sich in den Räumen der Frauen- Aktion Dortmund, aber mit steigender Teilnehmerzahl
kam es im Juni 1982 zur Gründung des ersten eigenständigen Frauen-Karate-Vereins in Deutschland,
das das breite Angebot des Karate-Dachverbandes nutzen durfte.
Das ursprüngliche Thema "Selbstverteidigung und Selbstbehauptung " haben die Frauen jedoch nicht
aus den Augen verloren. So setzt Elisabeth Bork einen Schwerpunkt ihrer Verbandsarbeit im Bereich
des Breitensports auf die Frauenarbeit.
Seit 1988 werden auch in anderen Vereinen, in Schulen und öffentlichen Einrichtungen gezielt Kurse
zur Selbstverteidigung und Selbstbehauptung durchgeführt. Das Konzept, welches zu gleichen Teilen
auf die psychische wie auf physische Abwehr von Gewalt setzt, wurde in enger Zusammenarbeit mit dem
Dortmunder Frauen-Karate-Verein entwickelt.
Auf dieses gemeinsame Engagement ist es auch zurückzuführen, wenn der Karate-Dachverband
Nordrhein-Westfalen heute als erster Kampfsportverband eine qualifizierte Ausbildung im Bereich
"Selbstverteidigung/Selbstbehauptung für Frauen" mit entsprechendem Lizenzabschluss anbietet.
In Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, z.B. Schulen, Vereine und Mädchengruppen werden heute
Selbstverteidigungs- und Selbst- behauptungskurse angeboten. Auf diese Weise werden Frauen in einem
ganzen Stadtgebiet erreicht.